eigentlich ist es ein lustiges bild, dass sich einem außen stehenden zeigt: ich kenne kaum einen windowsbenutzer, mich eingeschlossen, der seinem betriebssystem ganz über den weg traut.
in der linux-welt ist das was anderes, die ist noch immer etwas für die "aussteiger" und "exoten", die selfmadeuser. und wenn man mal ein paar tage damit verbacht hat, dass alle geräte ordentlich laufen, ist es verständlich, wenn man eine zeit lang dabei bleibt.
einzig ubuntu zeigt hier, wie es gehen könnte.
aber selbst da muss man ein paar zeilen code lernen, um glücklich zu werden. bevor ich jedoch bei windows vista den selben mist nochmal mitmache, werd ich aber hoffentlich umgestiegen sein.
nun, microsoft hat am markt einfach die besseren karten, dafür haben sie gesorgt, und das ist ja ansich auch noch kein problem.
was mich an windows, und an _allen_ microsoft produkten, mit ausnahme "halo" so unglaublich stört, ist diese unglaubliche angst, fast panik vor missverständnissen, die an jeder ecke, vielleicht ungewollt, den benutzer verwirrt.
überall, in jeder "änderungen speichern?" frage sind so viele disclaimer, dass sogar "ja" und "nein" relativ werden.
das gipfelte vor kurzem erst mal wieder in einer wunderschönen panne, die auf youtube schon zu sehen ist: ms office voice recognition. ein junger mann diktiert seinem HAL9000 einen brief, und der versteht halt garnix, und aus "dear mum" wird "dear aunt", aus den korrekturversuchen dann ein "double the killer delete select all".vielleicht war in den systemeinstellungen britisches englisch vorgesehen. oder man muss die texte von microsoft sam sprechen lassen? wer weiß.
eine andere nette geste sind die neuen features, die windows vista verspricht: 2007 "bekommt der benutzer wieder die kontrolle über seinen computer zurück" - imo implizierend, dass sie ihm irgendwann weggenommen wurde? drei nette videos, auch auf youtube, zeigen, dass alle diese "neuen funktionen" schon 2002 bei mac os implementiert waren.
ich habe eigentlich genug davon, und ich meine nicht von windows an sich, sondern von allen diesen betriebssystemen. es ist immer das gleiche, alle paar jahre kommt ein "neues" os raus, mit neuen funktionen, die man davor mit tools und hacks schon selber eingebaut hatte. dieses os hat mindestens dreimal so hohe hardwareanforderungen wie der vorgänger, und ist nach einigen jahren dann wieder obsolet, weil ein neues os rauskommt.
wieso haben die entwickler nicht den mut, bei der entwicklung eines betriebssystems wirklich von null anzufangen?
ein komplett neues system, basierend auf den anforderungen des benutzers, nicht dem vorgänger.
und ich rede nicht nur von software.
wozu brauche ich noch immer eine qwerty tastatur, wenn es ja mittlerweile wohl doch eher egal ist, welche schreibmaschinen-hämmerchen sich nciht berühren dürfen? (vgl. dvorak tastatur)
wozu brauch ich 12 funktionstasten?
wieso braucht der computer zum starten fast eine minute, und dann nochmal eine halbe um ein programm zu starten? das ist doch lächerlich.
das problem ist nicht unbedingt, dass microsoft seine arbeit schlecht macht. was mich viel mehr stört, ist dass sie es nicht zugeben und besser machen, und dass auch sonst niemand es besser zusammenbringt.
einen hammer braucht man nicht verstehen, um ihn zu benutzen.

